Lyrics - Symphony 9 by Beethoven
This file contains the (
German) lyrics of
Schiller's "
An die
Freude".
Note that this is not exactly what is sung in the 4th movement (
Finale)of
Beethoven's 9th symphony, for certain verses are not sung, certainparts are repeated, etc.
Throughout this text, capital
B's that are inside a word or at the end ofa word, denote a "scharfes s" (
German sharp "s"), while those at thebeginning of a word denote a capital
B.
Accents are not denoted.
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X
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Beethoven:
Symphony
No. 9 in
D minor / movement
IV (
Finale)
Friedrich
Schiller:
An die
Freude---------------------------------
Freude, schoner
Gotterfunken,
Tochter aus
Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein
Heiligtum.
Deine
Zauber binden wieder,
Was die
Mode streng geteilt,
Alle
Menschen werden
Bruder,
Wo dein sanfter
Flugel weilt.
Seid umschlungen,
Millionen!
Diesen
Ku
B der ganzen
Welt!
Bruder - uberm
Sternenzelt
Mu
B ein lieber
Vater wohnen.
Wem der gro
Be
Wurf gelungen,
Eines
Freundes
Freund zu sein,
Wer ein holdes
Weib errungen,
Mische seinen
Jubel ein!
Ja - wer auch nur eine
Seele
Sein nennt auf dem
Erdenrund!
Und wers nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem
Bund.
Was den gro
Ben
Ring bewohnet,
Huldige der
Sympathie!
Zu den
Sternen leitet sie,
Wo der
Unbekannte thronet.
Freude trinken alle
Wesen
An den
Brusten der
Natur,
Alle
Guten, alle
Bosen
Folgen ihrer
Rosenspur.
Kusse gab sie uns und
Reben,
Einen
Freund, gepruft im
Tod,
Wollust ward dem
Wurm gegeben,
Und der
Cherub steht vor
Gott.
Ihr sturzt nieder,
Millionen?
Ahnest du den
Schopfer,
Welt?
Such ihn uberm
Sternenzelt!
Uber
Sternen mu
B er wohnen.
Freude hei
Bt die starke
Feder
In der ewigen
Natur.
Freude,
Freude treibt die
Rader
In der gro
Ben
Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den
Keimen,
Sonnen aus dem
Firmament,
Spharen rollt sie in den
Raumen,
Die des
Sehers
Rohr nicht kennt.
Froh, wie seine
Sonnen fliegen
Durch des
Himmels prachtgen
Plan,
Wandelt,
Bruder, eure
Bahn,
Freudig wie ein
Held zum
Siegen.
Aus der
Wahrheit
Feuerspiegel
Lachelt sie den
Forscher an.
Zu der
Tugend steilem
Hugel
Leitet sie des
Dulders
Bahn.
Auf des
Glaubens
Sonnenberge
Sieht man ihre
Fahnen wehn,
Durch den
Ri
B gesprengter
Sarge
Sie im
Chor der
Engel stehn.
Duldet mutig,
Millionen!
Duldet fur die be
Bre
Welt!
Droben uberm
Sternenzelt
Wird ein gro
Ber
Gott belohnen.
Gottern kann man nicht vergelten,
Schon ists, ihnen gleich zu sein.
Gram und
Armut soll sich melden,
Mit den
Frohen sich erfreun.
Groll und
Rache sei vergessen,
Unserm
Todfeind sei verziehn,
Keine
Trane soll ihn pressen,
Keine
Reue nage ihn.
Unser
Schuldbuch sei vernichtet!
Ausgesohnt die ganze
Welt!
Bruder - uberm
Sternenzelt
Richtet
Gott, wie wir gerichtet.
Freude sprudelt in
Pokalen,
In der
Traube goldnem
Blut
Trinken
Sanftmut
Kannibalen,
Die
Verzweiflung
Heldenmut.
Bruder, fliegt von euren
Sitzen,
Wenn der volle
Romer kreist,
La
Bt den
Schaum zum
Himmel spritzen:
Dieses
Glas dem guten
Geist!
Den der
Sterne
Wirbel loben,
Den des
Seraphs
Hymne preist,
Dieses
Glas dem guten
Geist
Uberm
Sternenzelt dort oben!
Festen
Mut in schweren
Leiden,
Hilfe, wo die
Unschuld weint,
Ewigkeit geschwornen
Eiden,
Wahrheit gegen
Freund und
Feind,
Mannerstolz vor
Konigsthronen -
Bruder, galt es
Gut und
Blut:
Dem
Verdienste seine
Kronen,
Untergang der
Lugenbrut!
Schlie
Bt den heilgen
Zirkel dichter,
Schwort bei diesem goldnen
Wein,
Dem
Gelubde treu zu sein,
Schwort es bei dem
Sternenrichter!
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